|
Im Zuge der Bezirksreform am 1.1.2001 vom restlichen Wedding getrennt ist der Gesundbrunnen nun ein eigener Ortsteil im Bezirk Mitte von Berlin. Er erhielt seinen Namen, als sich im 19. Jahrhundert der „Friedrichs-Gesundbrunnen” aus einem landwirtschaftlichen Gehöft an einer (eisenhaltigen) Quelle zu einem „Heilbad” und Ausflugsziel der Berliner mit der Badstraße als Zentrum entwickelte. Im Zuge der Industrialisierung und der Ansiedlung und Gründung von Industriebetrieben, die mit der Errichtung der inzwischen stillgelegten Fabriken der AEG ab 1896 in der Brunnenstraße am Humboldthain ihren Höhepunkt erreichte, entwickelte sich der Gesundbrunnen zu dem großstädtisch geprägten Stadtteil von Berlin, der er heute ist.
Berlin-Gesundbrunnen ist seitdem geprägt von einer – stark durchgrünten – Bebauung mit Mietshäusern. Insgesamt leben etwa 79.500 Einwohner – davon rund 27.000 Mitbürger ohne deutsche Staatsangehörigkeit (34 %) – am Gesundbrunnen, der durch seine guten Verkehrsanbindungen – unter anderem durch den künftig wieder überregional bedeutsamen Bahnhof Berlin-Gesundbrunnen – zunehmend seine urbane Funktion als Geschäftszentum im Norden der Mitte von Berlin zurück gewinnt. Bereits heute haben die durch Einzelhandel und Gastronomie geprägte Badstraße und natürlich das Gesundbrunnen-Zentrum Anziehungskraft über die Bezirksgrenzen hinaus.
|